Deutschland digital nur Mittelmaß

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fejo.dk - Henrik

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von fejo.dk - Henrik »

hanno hat geschrieben:Aber 1/3 finden das nicht...
Nur wissen wir nicht, was die genau finden, ausser das es für sie nicht einfacher geworden ist und auch nicht ob sie unzufrieden sind. Im Grunde wissen wir sehr wenig.
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25örefan
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von 25örefan »

fejo.dk - Henrik hat geschrieben:[quote="hanno"
Im Grunde wissen wir sehr wenig.
Klingt ja fast wie Sokrates:
„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
Soviel Philosophie hätte ich Dir gar nicht zugetraut :mrgreen:
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen

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CAY
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von CAY »

Wien (ots) - "20 Minuten" ist eine der größten Medien-Erfolgsgeschichten Europas. In der Schweiz hat sich der Gratistitel in nur sieben Jahren als größte Tageszeitung und größtes Online-News-Portal etabliert. Nach dem Start in der Deutsch-Schweiz brachte die Tamedia das Konzept erfolgreich in die Westschweiz, ins Tessin und nach Luxemburg. Seit zwei Jahren versucht der Schweizer Verlag nun den dänischen Markt aufzumischen - und kämpft dabei gegen einen stark rückläufigen Printmarkt und die hohe Digitalisierung in Skandinavien an. Eine Entwicklung auf die sich auch andere Medienmacher vorbereiten müssen? Können dabei die Erfahrungen von "20 Minuten" in Dänemark helfen? ...
Der ganze Artikel findet sich hier:

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/66148/3001738/-20-minuten-in-daenemark-wie-alles-anders-wird-wenn-ein-markt-hoch-digitalisiert-ist
LG, C.A.Y.
Hendrik77
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Hendrik77 »

Hejsa !
In dem folgenden Artikel geht es nicht um Deutschland, sondern den Umgang einiger Dänen mit der digitalen Post. Diverse Feststellungen hat die Kommune Aarhus jedenfalls gemacht, also sind regionale Unterschiede nicht ausgeschlossen.
http://www.nordschleswiger.dk/news.4460.aspx?newscatid=46&newsid=80290&h=Digitale-Post-wird-nicht-immer-gelesen
Med venlig hilsen
Hendrik77
Johanna*
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Johanna* »

Nordschleswiger hat geschrieben:Am besten schlagen sich die etwas Älteren. Die 55- bis 84-Jährigen sind die sorgfältigsten Digital-Post-Leser.
Ha, da soll noch mal EINER sagen, dass Veränderungen/Fortschritte erst dann wirklich angenommen
werden, wenn die heutige "ältere Bevölkerung" sozusagen ausgestorben ist :roll:

Hilsen
Johanna
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25örefan
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von 25örefan »

Die E-Post wird aber auch öfters von Sozialhilfeempfängern, Frühpensionierten und Ausländern nicht regelmäßig gelesen.
Am besten schlagen sich die etwas Älteren. Die 55- bis 84-Jährigen sind die sorgfältigsten Digital-Post-Leser.
Die 15- bis 17-Jährigen sind die „faulsten“ Digitalleser.
Ist doch klar und es macht glaube ich keinen Unterschied im Vergleich zur Briefpost.
Die einen haben etwas zu befürchten (z.B.schlechte Nachrichten bei Bescheiden) andere verstehen die (Amts-) Sprache schlecht und wieder andere (Ältere) sind so erzogen, dass man auf eine Anfrage höflicherweise antwortet, bzw. dass man dazu verpflichtet ist.
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Hendrik77
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Hendrik77 »

Hejsa !
Hier mal ein Artikel der nicht ganz zur Überschrift passt, aber vielleicht für den ein oder anderen trotzdem interessant. Es geht um eine Analyse bezüglich digitales Mobbing unter Teenagern in DK.
http://www.nordschleswiger.dk/news.4460.aspx?newscatid=46&newsid=80467&h=Digitales-Mobbing-wird-keine-Schulsache
Med venlig hilsen
Hendrik77
fejo.dk - Henrik

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von fejo.dk - Henrik »

Was wohl besser zur Überschrift passt sind meine aktuellen Erfahrungen mit der deutsche Verwaltung:

Ich brauchte eine neue Firma, eine GmbH gründen also. Nun sind fast 3 Monate nach dem Notartermin vergangen und ich kann weiterhin meine Mitarbeiterin keine Gehaltsabrechnung geben, weil irgend eine sch... Nummer fehlt.

In D läuft es so
- Mit dem Anwalt einen Gesellschaftsvertrag ausarbeiten
- Notartermin vereinbaren, nur damit der Notar den Gesellschaftsvertrag vorlesen kann (mehr macht er nicht!)
- Zur Bank gehen und ein "GmbH in Gründung" Konto beantragen
- Die Bank informiert den Notar, dass das Kapital vorhanden ist
- Der Notar beantragt die Neueintragung im Handelsregister (HR)
- HR-Nummer die Bank geben, damit "in Gründung" aus dem Firmanamen gestrichen wird
- Nun kann man dann eine Steuernummer beantragen
- Und eine Betriebsnummer
- Und eine UV-Träger Nummer von einer Berufsgenossenschaft

Alles offline: Formulare ausfüllen, einsenden und warten. Ich glaube und hoffe alle Nummern sind nun da, damit das Gehaltssystem nicht mehr meckert. Der ganze Spass kostet dazu ein haufen Geld, mehr als DKK 10.000 für Notar, Anwalt und Steuerberater.

In DK läuft es so
- Die Bank bitten eine "in Gründung" Konto mit dem Kapital zu eröffnen
- Selbst online die GmbH (ApS) gründen, Gesellschaftsvertrag online verfügbar, mit digitaler Signatur unterscheiben
- Die Bank bestätigt online beim Handelsregister, dass das Kapital vorhanden ist.

Das war es, lässt sich alles an einem Tag erledigen und schon hat man seine CVR-Nummer, die einzigste Nummer die man braucht. Es kann dann sofort losgehen mit den Gehaltsabrechnungen. Ich brauche weder Notar noch Anwalt oder Steuerberater, weil alles so einfach und online gut erklärt ist. Die Kosten sind DKK 0.

Da finde ich fast "Deutschland digital nur Mittelmaß" ein wenig übertrieben. Auf jeden Fall ist der Weg sehr frustrierend, vor allem für die Mitarbeiterin, die immer noch auf ihre erste Gehaltsabrechnung wartet ...
Brummchen

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Brummchen »

Moin!!

Tja, da hättest Du Dich vorher genau erkundigen müssen.

Steht doch überall, wie es abläuft und welcher Zeitrahmen zu berücksichtigen ist. siehe [url]http://www.europaeische-rechtsformen.de/europaeische_rechtsformen/startseite.html[/url]

Sei doch froh, das Du in Dänemark wohnst und nicht solche Probleme mit Deutschland hast.

In diesem Sinne
fejo.dk - Henrik

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von fejo.dk - Henrik »

Nur die Probleme habe ich ja gerade, da ich eine deutsche GmbH gegründet habe. Und dass der ineffiziente Prozess schon bekannt ist macht die Sache nicht besser.
Brummchen

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Brummchen »

Sei froh, das Du in den Niederlanden keine GmbH gründen willst.
Dort kann es bis zu 6 Monate dauern und ist auch mit hohen Kosten verbunden.

Und meinst Du, das Deutschland wegen Dir alles schnell ändern soll?

Hat Dich jemand gezwungen, in Deutschland eine GmbH zu gründen?

In diesem Sinne
fejo.dk - Henrik

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von fejo.dk - Henrik »

Muss du daraus eine persönliche (fejo/Henrik?) Sache machen, Brummchen, was soll das?

Ich erzähle lediglich was ich aus erster Hand erlebt habe und was ich davon halte.

Deutschland soll vor allem wegen sich selbt die Verwaltungsprozesse effizienter machen. Du meinst doch nicht im Ernst, dass die Dänen digitaler fahren um Ausländer einen Gefallen zu tun?
Hendrik77
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Hendrik77 »

Hejsa !
http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-auf-kirchentag-in-stuttgart-was-facebook-mit-einer-waschmaschine-gemein-hat-2199269.html
http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-ueber-digitalisierung-wie-deutschland-im-internet-aufholen-soll-2199176.html
Med venlig hilsen
Hendrik77
Kairos
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Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von Kairos »

Unsere europäischen Partner machen uns vor, wie Open Data erfolgreich aussehen könnte. Großbritannien ist seit jeher weit vorn in der offenen Bereitstellung von Verwaltungsdaten. Nun haben auch unsere nordischen Nachbarn ein interessantes Projekt ins Leben gerufen. Dänemark stellt seit dem 01.01.2013 einen Grundbestand an Geoinformationen kostenfrei und für jedermann weiterverwendbar öffentlich bereit. Die Folge ist ein exponentiell angestiegener Nutzungsbedarf: vor der Freigabe der Daten gab es nur 800 registrierte Nutzer – danach wurden über 10.000 Interessierte registriert! Schätzungen zufolge werden sich die Anfangsinvestitionen durch Kostensenkung und Effizienzsteigerung bald amortisieren und Gewinne erbringen. Ein sehr erfolgreiches Konzept. Aber es lässt sich nicht ausschließlich in Zahlen ausdrücken. Transparenz und Teilhabe sind ebenso ein Gewinn durch Open Data.

Quelle: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2014/10/3_nationale_inspire_konferenz.html
fejo.dk - Henrik

Re: Deutschland digital nur Mittelmaß

Beitrag von fejo.dk - Henrik »

Sehr interessanter Artikel und wie es am Ende steht. "Was würde fehlen, wenn wir es nicht tun würden? Nun, wir würden - kurz gesagt - viel verspielen."

Das trifft wohl nicht nur für das Geoinformationswesen zu. Und wie das von Hendrik gepostede Interview mit der Kanzlerin zeigt, weiß sie schon wohin der Wind weht.
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