Planung, am besten perfekt

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Simba
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Beitrag von Simba »

Es ist zwar schön, schon Bekannte am neuen Wohnort zu haben, aber wenn das der einzige Grund für die Gegend ist, dann würde ich die Priorität doch auf die besten Möglichkeiten fürs Kind legen. Informiert Euch doch einfach mal bei einer der deutschen Schulen, wie da die Chancen für Ihr wären.

Pipeline, wenn man in Baden-Baden wohnt, dann ist es auch schon egal, ob man in DK noch ein paar Stunden mehr oder weniger fahren muss. Das fährt man nicht mehr für ein Wochenende. Weiss ich aus leidvoller Erfahrung. :?

LG Simba
Antje M
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Beitrag von Antje M »

[ Auch wenn ihr nach Nordwestjuetland wollt, weil eben dort eure Bekannten sind, warum dann noch der Hilferuf nach jemandem, der euch bei der Durchsetzung eurer Plaene unter die Arme greift? Verstehe ich auch nicht wirklich... :? :oops:[/quote]

Hallo,
das war kein Hilferuf. Es nun mal interessant für uns, was andere Deutsche in DK erlebt haben bzw. welche Erfahrungen sie gemacht haben. Es ist doch wohl ein erheblicher Unterschied, ob ich in einem Land geboren bin und dort lebe, oder ob ich aus einem anderen Land komme. In D könnte ich einem Ausländer auch nur ein paar Tipps geben, aber mit der ganzen Bürokratie der Einwanderung habe ich keine Erfahrungen.
Ich hatte aber auch noch gefragt:Wer hat sich was eigenes aufgebaut in DK und kann uns seine Erfahrungen mitteilen? (Egal welche Richtung)
LG Antje
Ursel
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Beitrag von Ursel »

Hej Antje, Simba und Pipeline!

Antje, ich hoffe, daß ein nationaler Charakter nicht an Einzelfällen beurteilt wird, aber es kam halt stark (nicht nur zu mir!) so rüber, zumal Du eben schriebst, die dänische Menthalität nicht nur zu kennen, sondern damit umgehen zu können.
Das kommt mir in Eurer Situation doch eher Wunschdenken vor :wink: - nichts für ungut.

Kleiner Erfahrungsbericht zum Weiterdenken, erhebt keinen Anspruch als absolute Allgemeingültigkeit!
:arrow: Was ich aus meiner Tätigkerit als IDA-Kontakt oft gehört habe ist auch, daß Bekanntschaften aus Urlaubszeiten sich total anders entwickeln als gedacht.
Nach Ermutigungen und evtl. sogar erster Hilfestellung in Form von Wohnungssuche wurde der Kontakt nicht gegkappt, aber für die deutschen doch auf ein Maß reuziert, daß die eben nicht so ganz verstanden (Menthalitätsfrage, aber nicht nur).
"Früher waren die so nett und wir haben so oft zusammengesessen, aber jetzt , wo wir auch hier wohnen, sehen wir uns kaum!"

Ich will damit nicht sagen, daß alle Bekanntschaften so im dänischen Alltag enden, aber zu große Erwartungen daran zu knüpfen wäre eben auch eine Falle...
Denn während diese Bekannten zunächst Eure "einzige" dänische Bezugspersonen sind, haben die neben ihrer Arbeit, Haus, Hof und Familie auch andere Dinge, die ihr Privatleben immer ausgefüllt haben und weiterihn ausfüllen --- und Zeit ist (entgegen manch anderer Ansicht) knapp in DK! Da kommen dann neue (sprachbeschwerliche!*) Bekannte an letzter Stelle!
(Mal ehrlich: Ginge uns vielleicht ähnlich im umgekehrten Fall)

Ja, ich habe ein bißchen übertrieben, o bwohl ich eben solche fälle ausder Praxis durchaus kenne, aber mit den Problemen "Kind" i mnacken würde ich auch eher darauf prioritierenals auf Bekannte irgendwo.

Das aber ist natürlicheine Entscheidung, die Ihr treffen und "ausbaden" müßt :wink: , natürch muß Euch auch das Umfeld gefallen, vor allem Arbeit da sein etc.

Viel Glück bei Entscheidung - Ursel, DK (bei 7 Grad!)


*es ist lustig, im Urlaub zu radebrechen - aber auf Dauer eben auch ermüdend, und bei Zeitknappheit zieht jeder eben die bequemere Variante (sprich dänischsprechenden) Nachbarn vor...
""Den virkelige opdagelsesrejse går ikke ud på at finde nye lande,
men at se med nye øjne."

---------------------------------------------------------Marcel Proust
...
pipeline
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Beitrag von pipeline »

Simba, Antje schrieb was von Thueringen... ist ja beim Harz gleich "nebenan", sonst haette ich mir das auch verkniffen :wink:
Antje M
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Beitrag von Antje M »

Hallo an alle,
zur Erklärung: wir stammen aus Thüringen und wohnen seit 6 Jahren in Baden-Baden. Die Familie ist auch jetzt schon weit (450km) weg.
Was Ursel schreibt verstehe ich voll und ganz. Selbst hier ist es ja so: man ist beruflich so eingespannt, dass man Freunde oft sehr, sehr selten sieht. Die Sprachbarriere leuchtet auch ein.
Nord- Westjütland gefällt uns eben auch sehr gut. Aber es ist kein MUSS. Ich werde Kontakt mit den deutschen Schulen aufnehmen und mich auch da beraten lassen. Wir setzen uns da nicht unter Druck.
LG Antje
honck
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Beitrag von honck »

Hallo Antje,

sich unter Druck zu setzen, wie du es angemerkt hast, ist natürlich falsch, da man schnell die Objektivität verlieren kann. Wir werden nächstes Jahr im Sommer in Amtskommune Veijle ziehen und das auch ohne jeden Druck. Wir haben in diesem Sommer unsere konkreten Planungen für den Umzug in Angriff genommen und auch wir haben null Wissen was tatsächlich auf uns zu kommen könnte. Aber auch wir haben Freunde, die uns seit neun Jahren immer wieder auffordern endlich nach DK zu kommen. Wir fahren im Jahr öfter zu ihnen, außerhalb von Tourismuszentren, und muss dem zustimmen, dass die Dänen Prioritäten setzen. Das zusammenleben ist für uns Deutsche erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber wenn man bereit ist sich zu intergrieren und DK zu akzeptieren wie es ist, dann wird man gewiss auch einige positive Überraschungen erleben. Wir gehen zum Beispiel nicht wegen irgentwelchen besser bezahlten Job´s oder anderen Standardgründen nach DK. Wir wissen das wir dort genauso für unser Geld arbeiten müssen und wir auch dort Probleme haben werden wie in D, aber es lebt sich ein bißchen ruhiger in DK.

Ach ja, vielleicht ein kleiner Tip: Schaut mal, ob Ihr in eurer Umgebung einen Euresberater habt. Dort gibt es eine Broschüre des Bundesverwaltungsamtes die man gegen eine kleine Schutzgebühr bekommen kann. Dort soll viel nützliches drinstehen. Wir haben im September unseren Termin dort. Wenn Ihr Interesse habt kann ich ja mal Bericht erstatten wie das denn war.

Ich wünsche euch viel Spass bei der weiteren Planung und last euch nicht unterkriegen, wenn Ihr alle zusammenhaltet dann schafft Ihr das auch. Familie ist hierbei sehr wichtig.

Gruß

Andreas
Antje M
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Beitrag von Antje M »

Hallo Andreas,
das war doch wirklich mal aufbauend. Den Begriff Euresberater höre ich zum ersten Mal. Kannst du mir dazu noch ein paar Infos geben? Wie lange im Voraus habt ihr euren Schritt geplant? Das eine Jahr scheint mir fast ein bisschen kurz. Einen besser bezahlten Job habe ich in DK bestimmt auch nicht. Uns geht es einfach auch um die Lebensqualität (abgesehen von der medizinischen Versorgung, ist mir immer noch ein Dorn im Auge).
LG Antje
annikade
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Beitrag von annikade »

Hej,

lies [url=http://www.bva.bund.de/cln_051/nn_386070/DE/Aufgaben/Abt__II/InfostelleAuswanderungundAuslandstaetigkeit/infostelle-node.html?__nnn=true]hier[/url] über EURES und mehr.

Gruß

/annika
honck
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Beitrag von honck »

Hallo Antje,

erst einmal danke an Annika für den Link. Der hilft euch echt weiter.

Mit dem Umzug nach DK haben uns eigentlich schon über mehrere Jahre beschäftigt, aber wir haben immer wieder einen Grund gefunden den Schritt nicht zu machen. Diese Gründe waren eigentlich Spiegelbilder unserer Angst nur mit anderen Namen. In diesem Jahr hat es irgendwie einfach geklickt und wir haben mit unseren Kindern zusammengesetzt (14 und 17) und es ihnen mitgeteilt was wir planen. Na da hatten wir was gesagt (dachten wir), aber unsere Kinder sagten sofort ja wir kommen mit unbedingt mit. Das war dann unser Startschuß. Zuerst habe ich mich dann im net umgeschaut und siehe da, da gibt es richtig viel info (hätte ihcnicht gedacht). Da bin ich auch auf die Eures gestossen. Habe mir einen Berater in Hamburg gesucht und dort angerufen. Nun haben wir einen Beratungstermin um unsere Wissenslücken zu schließen (so sagte man mir am Telefon). Dazu sollte man sagen, ich habe der netten Dame schon mitgeteilt was wir soll alles wussten. So und jetzt rollt alles. Meine Frau geht bereits im November nach DK um dort zu arbeiten und alles vor Ort in Erfahrung zu bringen und unsere Ankunft im Sommer vorzubereiten. Sie geht zuerst, da ihr Arbeitsvertag Termingerecht ausläuft und ich hier noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag habe.

Vielleicht mal einen erneuten Tip: Schau mal auf die Seite des dänischen Konsulats in Hamburg.

Gruß

Andreas
Vilmy
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Beitrag von Vilmy »

Hej honck,
Vejle Amtskommune? Die gibt es seit 31.12.2006 nicht mehr. Zur Region Syddanmark siehe [url=http://www.regionsyddanmark.dk/wm204701]hier[/url].

Gruss, vilmy
honck
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Beitrag von honck »

Hej Vilmy,

danke für den Hinweis. Im Jobnet.dk steht Veijle noch als Amtskommune.
Somit ziehen wir in das drei Städteeck Fredericia, Kolding und Middelfart.

hilsen

Andreas
Antje M
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Beitrag von Antje M »

Hallo,
vielen Dank Annika für den Link. Ich hab mich gleich an die Arbeit gemacht. Uns geht es genau wie Andreas: Ausreden finden, dann doch wieder weiter machen usw. Vielleicht kannst du uns dann mal erzählen, wie es dir und besonders deiner Frau so geht. Eure Kinder sind ja auch in dem Alter, wie unser Sohn(14). Wie habt ihr das speziell gelöst? Wie wird es mit den beiden weitergehen?
Übrigens, schön, dass Vilmy sich gemeldet hat. Sie hat auch wirklich sehr gute Infos!
LG Antje
Vilmy
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Beitrag von Vilmy »

Hej Andreas,
War auch nicht böse gemeint, aber ihr findet nichts Aktuelles mehr, wenn ihr im Internet sucht.

Fast alle amtlichen Aufgaben sind an die Kommunen und die Region Syddanmark (Gesundheit, Psychiatrie) übergeben worden.

Viel Spass im "trekantsområde"...wohne selbst 30 km von Kolding entfernt.


Gruss, vilmy
honck
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Beitrag von honck »

Hej Antje,

mit unseren Kid´s ist das so, unsere Tochter hat den Vorteil in Hamburg auf ein bilinguales Gymnasium zu gehen. Hier ist der Schwerpunkt Englisch. Sie hat die Erfahrung gemacht, das sie mit den gleichaltrigen Dänen kaum Verständigungsprobleme hat (die sprechen fast alle Englisch). Da sie nun die 9. Klasse begonnen hat, wollen wir versuchen, dass sie den Realschulabschluß vorziehen kann (was sehr schwierig ist, Schulbehörde und Vorschriften), damit sie schon einmal einen Schulabschluß hat. Dann werden wir versuchen sie auf ein Gymnasium in DK zu bekommen. Kann sein, dass sie vorher noch die 10. Klasse in DK absolvieren muß. Mein Sohn wird in dem Monat 18 wo wir umziehen werden. Dann hat er seine mittlere Reife auf der Berufsfachschule absolviert. In DK wird er erst einmal ein Jahr ein wenig jobben und neben bei den in D begonnen Dänischkurs fortführen. Wenn seine Sprachkenntnisse soweit ausreichen, wird er schauen ob er einen Ausbildungsplatz findet (läuft in DK anders als in D). Aber auch er kann super Englisch, so dass er sich am Anfang besser verständigen kann. Auf jeden Fall ist das alles sehr spannend und Angst haben wir auch ein wenig. aber nur wer Angst hat kann auch mutig sein.

In dem Sinne

Hej Vilmy,

ich habe es nicht böse aufgefasst. Wie sollte man sonst lernen, wenn man keine Hilfe hat. Ich bin nicht so ein wehwechen, welches bei jedem falschen Wort sofort zur gegenattacke bläst (was hier im Forum ja öfter vorkommt). Und danke danke danke für eine Erweiterung meines dänischen Sprachschatzes (welcher noch nicht wirklich groß ist). Jedes Wort mehr ist ein Schritt nach vorne.

hilsen

Andreas
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